System Nelissen
SmartMediaStrip®
Konventionelle Druckkontrollkeile
Die Farbfelder
Die Farbfelder von CMYK-Druckkontrollkeilen bisheriger Art bestehen in vielen Fällen aus Eckfarben des Farbraums erster und zweiter Ordnung (100C oder 100C+100M etc) eventuell ergänzt mit weiteren abgestuften Varianten.
Nachteil:
Diese Farbfelder werden selbst für farbsichere Fachleute während des Druckens zunächst einmal ignoriert. Wenn sie einen Sinn haben, dann ist dies erst in einem eventuell später folgenden messtechnischen Vergleich der Fall. Dann nämlich, wenn sie mit ihren CIE-Lab Sollwerten verglichen werden und somit erst verwendbare Informationen liefern, wenn es bereits zu spät ist.
Der K-Graukeil
Der ausschließlich aus Schwarz bestehende Stufen- oder Verlaufskeil liegt in der Regel parallel zum CMY-Graukeil.
Nachteil
Der K-Graukeil hat nur hinsichtlich des Druckkontrastes und der Tonwertzunahme eine Aussagekraft. Ein Indiz für die Übereinstimmung mit einer Zielvorgabe ist er nur im Vergleich mit dem entsprechenden Referenzmuster. Isoliert betrachtet hat er also keine Aussagekraft.
Der CMY-Graukeil
Das Flächendeckungsverhältnis ist entweder gleich (z.B. 50C, 50M, 50Y) oder abgestuft (z.B. 50C, 42M, 42M).
In der abgestuften Variante wird bei den meisten Offset-basierenden Druckverfahren ein neutraleres Grau erreicht, als es bei der gleichabgestuften Variante der Fall ist. Grund dafür ist u. A. die Eigenschaft der “realen” Druckfarbe, die sich im Unterschied zur “idealen” Druckfarbe durch Spektrale Nebenabsorbtionen und Spektrale Nebenremissionen unterschiedlicher Stärke kennzeichnet. Durch geeignete Abstufung versucht man diese Erscheinung zum Teil zu kompensieren.
Nachteil:
Selbst etablierte Fortdruckstandards haben untereinander sehr uneinheitliche Materialien, Dichteumfänge, Tonwertzunahmen und Farborte. Ein Standardkeil erscheint daher im gedruckten Zustand so uneinheitlich, wie es Standards und Hausstandards gibt. Ein stark farbstichichiger, changierender CMY-Graukeil könnte daher ebenso auf den Sollzustand hinweisen, wie ein neutraler homogener CMY-Graukeil auf einen Fehler.
Der CMY-Graukeil erscheint in der Ausgabe (Andruck, Fortdruck, Proof) visuell weder homogen Grau (also unbunt), noch erscheint er visuell und messtechnisch wie der ausschließlich aus Schwarz bestehende K-Graukeil. Eine Übereinstimmung der Keile ist demnach rein Zufällig und hat selbst dann keinerlei Aussagekraft..
Fazit
Eine eindeutige Aussage beim Blick auf einen gedruckten Keil bisheriger Art kann hinsichtlich der Farbübereinstimmung nicht gemacht werden. Erst durch farbmetrische Auswertung und Vergleich mit farbmetrischen Sollwerten CIE, die einige Hersteller beim Druck von ISO-Standards für einige Papierklassen angeben, oder durch visuellem Vergleich mit einem bereits nach Zielvorgaben gedruckten oder geprooften Keil kann eine qualitative Aussagen getroffen werden.
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Zuletzt aktualisiert am Mi, 27. Jun 2007
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